14.12.2011

Customer Risk Trends 2012: Reduzierung von Forderungsausfällen weiterhin wichtigstes Ziel

Die wichtigsten Ziele im Risk Management 2012

München, 14. Dezember 2011 – Risiko Manager sehen für 2012 beim Management der Forderungsbestände den größten Handlungsbedarf. Das ergab eine Befragung des Business- und IT-Lösungsanbieters SHS VIVEON unter Fach- und Führungskräften aus dem Bereich Risiko Management im Oktober 2011.

Zahlungsausfälle auch 2012 größtes Sorgenkind
Trotz starker Wachstumssignale in den letzten Monaten hat sich das Zahlungsverhalten der Kunden aus Sicht der befragten Unternehmen noch nicht ausreichend verbessert. Um Liquiditätsengpässe durch Überschreitungen der Zahlungsziele oder gar endgültige Ausfälle zu vermeiden, wollen Unternehmen auch im nächsten Jahr verstärkt an diesem Thema arbeiten. Darin sind sich die Risikomanagement- Verantwortlichen sowohl aus dem B2B-Bereich als auch aus dem B2C-Umfeld einig.

Bedarf an Prozessoptimierungen wächst
Auch das Thema Prozessoptimierung steht bei den Risikomanagern im nächsten Jahr ganz oben auf der Agenda. Den Grund dafür sehen die Befragten überwiegend in der gewachsenen Komplexität des Risikomanagements: länderübergreifende Unternehmenskonstellationen, gestiegene gesetzliche Anforderungen und vor allem große Datenmengen erschweren die Bonitätsprüfung. Insgesamt sind die Risikomanager davon überzeugt, dass eine hohe Prozessqualität das Risikomanagement unterstützen kann und darüber hinaus einen erheblichen Einfluss auf die Risikosituation des gesamten Unternehmens hat.

Gesetzliche Änderungen erhöhen die Herausforderungen
Die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen sorgen in diesem Zusammenhang für eine stärkere Komplexität und stellen das Risikomanagement auch 2012 vor große Herausforderungen. Nach Angabe der befragten Risikomanager sind es vor allem die Vorgaben aus dem Geldwäschegesetz sowie den Mindestanforderungen an das Risiko Management (MARisk), die umfangreiche Anpassungen in den Prozessen und Systemen erfordern. Befragte aus dem Banken- und Finanzdienstleistungssektor sehen vor allem die Umsetzung der Anforderungen aus Basel III im nächsten Jahr  als wichtige Aufgabe.
Als weiteres wichtiges Ziel geben die Risiko Manager die Einrichtung von Schutzmaßnahmen für eine sichere Betrugsprävention an. Auch dem Thema Datenqualität und einem effizienten Informationsmanagement räumen sie einen hohen Stellenwert ein.

„Das Customer Risk Management umfasst heute weitaus mehr Aufgaben als das frühe Vermeiden bonitätsbedingter Forderungsausfälle. Die Finanzkrise, globalisierte Märkte und die Zunahme von professionellen Betrugsvorfällen haben zu einem Umdenken in den Unternehmen geführt“, kommentiert Dr. Jörg Seelmann-Eggebert, Director Customer Risk bei der SHS VIVEON AG. „Risk Management hat hier einen anderen Stellenwert erfahren. Doch in der Praxis zeigt sich vor allem Optimierungspotenzial in der Umsetzung dieser Change-Prozesse. Hier müssen Unternehmen noch stärker holistische Ansätze entwickeln, die regulatorische bzw. gesetzliche Anforderungen sowie die individuellen Besonderheiten und das Marktumfeld jedes Unternehmens berücksichtigen. Genau in diesem Punkt können wir Unternehmen mit unserem langjährigen und branchenübergreifenden Know-how optimal unterstützen.“

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